REKA: Gründung der Regionalen Energie- und Klimaschutzagentur e.V.

Jul 11th, 2014 | By | Category: Aktuell, Energie, Klima, Ostfalen, Politik und Gesellschaft, Presse-Mitteilungen, Wirtschaft

Gründung der Regionalen Energie- und Klimaschutzagentur e.V.

REKA-Pressemitteilung vom 08. Juli 2014

Gründungsmitglieder: (von links) Reiner Lüdtke (BS), Karl-Heinz Kubitza (BS), Holger Hinz (BS), Stefan Roßmann (SZ), Martin Hoos (Salzdahlum), Lutz Seifert (Gr. Vahlberg), Heiko Hilmer (BS), Uwe Geisler (SZ), Frank Derezynski (Hötzum), Frank Jahnke (BS), Thomas Zierdt (Kneitlingen), Alena Klippert (SZ) (Text u. Bild: REKA)

Gründungsmitglieder: (von links) Reiner Lüdtke (BS), Karl-Heinz Kubitza (BS), Holger Hinz (BS), Stefan Roßmann (SZ), Martin Hoos (Salzdahlum), Lutz Seifert (Gr. Vahlberg), Heiko Hilmer (BS), Uwe Geisler (SZ), Frank Derezynski (Hötzum), Frank Jahnke (BS), Thomas Zierdt (Kneitlingen), Alena Klippert (SZ) (Text u. Bild: REKA)

Schöppenstedt, 08.07.2014. (reka) Nach intensiver Vorbereitung wurde nun in Schöppenstedt die Regionale Energie- und Klima-schutzagentur e.V. gegründet. Das Interesse war groß als Detlev Prescher, Stadtdirektor der Stadt Schöppenstedt und Kämmerer der Samtgemeinde Schöppenstedt, die Zuhörer im großen Sitzungssaal des Rathauses in Schöppenstedt begrüßte. „Wir sind glücklich, dass wir mit unserer Entscheidung ein Klimaschutz-Konzept zu erstellen, Impulse in der Region geben konnten.“ Seit Dezember 2011 arbeitet Dipl.-Ing. Heiko Hilmer als Klimaschutz-Manager der Stadt Schöppenstedt in Teilzeit für die Stadt und ehrenamtlich über seine Arbeitszeit hinaus daran, die 68 Maßnahmen, deren Wirkung sich nicht nur auf die Stadt Schöppenstedt begrenzen, umzusetzen. „Natürlich kann dieses große Projekt nicht in drei Jahren abgeschlossen werden, die bisherigen Aktivitäten können nur ein Anfang sein!“, so Prescher weiter. „Umsomehr freuen wir uns, dass nun der Verein mit Gründungsmitgliedern und Kooperationspartnern aus dem gesamten Zweckverbandsgebiet gegründet wurde. So können wir unsere Klimaschutzaktivitäten bedarfsgerecht und langfristig weiter fortführen und die Angebote des Vereins nutzen, wenn wir es brauchen.“, freut sich Prescher.

Die Startergruppe hat langjährig für den Klimaschutz aktive Menschen, Vereine, Organisationen und Unternehmen angesprochen und nun mit Privatpersonen den Verein gegründet. „Wir wollen den Verein personell und finanziell so ausstatten, dass die vielfach ehrenamtlich geführten Klimaschutz- Projekte der Region eine professionelle und dauerhafte Unterstützung bekommen. „Der Klimaschutz ist keine Aufgabe die man ehrenamtlich erledigen kann!“, erklärt Hilmer, der zum 1. Vorsitzenden des Vereins gewählt wurde. „Uns ist wichtig, die Interessen der Bürger in den Vordergrund zu stellen. Daher nehmen wir zwar auch gern Unternehmen in den Verein auf, aber ohne Stimmrecht.“ stellt Hilmer fest. In seiner Darstellung des Vereinskonzeptes beschreibt Hilmer, dass der Verein keine Gegenveranstaltung zu bestehenden Aktivitäten, zum Beispiel der Allianz für die Region GmbH oder des Zweckverbandes Großraum Braunschweig sein soll. Vielmehr will der Verein bestehende Aktivitäten unterstützen und da ergänzen, wo Lücken sind. „Klimaschutz ist keine Aufgabe der finanzkräftigsten Interessensgruppe. Klimaschutz ist gewaltiges Gemeinschaftsprojekt!“, so Hilmer, „Und es ist eine verdammt umfangreiche Aufgabe, die eine Interessensgruppe nicht allein allumfassend erledigen kann.“.

Auf Landes- und Landkreisebene gibt es in Deutschland fast flächendeckend Klimaschutzagenturen oder mindestens Energieagenturen, oft aus den politischen Gremien heraus organisiert und finanziert. Die Aufgaben sind zumeist Öffentlichkeitsarbeit, Vernetzung von Akteuren und Beratungen. Nicht selten werden auch die öffentlichen Liegenschaften untersucht und Sanierungskonzepte erstellt und umgesetzt. Die REKA will darüber hinaus noch einiges mehr anbieten. Besonders hervorzuheben ist der Bereich Projektentwicklung. Hier sollen Machbarkeitsstudien finanziert werden um die Realisierbarkeit von Projektideen zu prüfen, die dann zu Unternehmensgründungen mit neuen Arbeitsplätzen führen sollen.

„Und selbstverständlich wollen wir keine Räder neu erfinden, sondern die Projekte aus der Region, die an einem Ort erfolgreich umgesetzt wurden an anderen Orten wiederholen. Wenn man die Informationsveranstaltungen, Ausstellungen, Beratungsprojekte und Energieerzeugungsprojekte aus unserer Region auflistet, findet man schon sehr viel von dem was die Region braucht. Aber das eine leider nur in Goslar, das nächste in Gifhorn, Wolfenbüttel oder Wolfsburg und in jeder Stadt bzw. jedem Landkreis. Es gibt bisher keinen oder wenig Projekttransfer.“, erklärt Lutz Seifert, Schatzmeister des Vereins.

Starten wird der Verein unter anderem mit einer Ausstellung, die zurzeit am Standort Braunschweig vorbereitet wird. „Die Verhandlungen mit mehreren Vermietern laufen auf Hochtouren. Wir planen ca. 3.000 m² Ausstellungsfläche zu den Themen Energie und Klimaschutz mit Seminarräumen und Büroflächen in Kooperation mit einer Betreibergesellschaft aufzubauen. Das wird ein zentraler Anlaufpunkt für beratungssuchende Sanierer und Bauherren. Es wird unabhängige Beratung von hiesigen Energieberatern geben und in einer Gewerbeschau gibt es dann konkrete Informationen zur Umsetzung mit möglichst regionalen Produkten.“, beschreibt Uwe Geisler, 2. Vorsitzender des Vereins, die fortgeschrittenen Aktivitäten. Neben dem Bereich Energie sollen aber auch Lösungen und Denkansätze aus weiteren klimaschutzrelevanten Bereichen dargestellt werden. „Bio- Lebensmittel aus der Region, solidarische Landwirtschaft, Mobilität im ländlichen Raum, Elektromobilität, Abfallvermeidung und Recycling und und und … die Aufgabe ist sehr umfangreich“, so Geisler weiter.

Zurzeit wird die Gründung abgeschlossen und die erste Mitgliederversammlung vorbereitet, in der z.B. die Beitragsordnung beschlossen werden soll. „Dann werden wir weitere Mitglieder aufnehmen, es haben sich schon zahlreiche Interessenten angemeldet. Zusammen mit den bereits aktiven Gruppen in der Region werden wir uns dann zügig an die Umsetzung der vielen Projektideen machen“, freut sich Hilmer auf die bevorstehenden Aufgaben. Interessenten können mit dem Verein Kontakt aufnehmen unter kontakt@r-eka.de.

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