X-tausendmal quer: Castor-Transport darf nicht rollen

Nov 1st, 2011 | By | Category: Atomkraft, Energie, Gesundheit, Menschen- u. Bürgerrechte, Politik und Gesellschaft, Presse-Mitteilungen, Wirtschaft

„Messwert-Mauschelei zieht Widerstand nach sich“ Atomkraftgegner: Castor-Transport darf nicht rollen

X-tausendmal quer – Gewaltfrei und ungehorsam gegen Castor und Atomkraft

X-tausendmal quer Pressemitteilung vom 31. Oktober 2011

Zur Ankündigung des niedersächsischen Umweltministers Henning Sander, der geplante Castor-Transport soll trotz überhöhter Strahlungswerte in Gorleben stattfinden, erklärt Luise Neumann-Cosel, Pressesprecherin von X-tausendmal quer:

Hamburg, 31.10.2011. (X) „Die Landesregierung misst so lange, bis die Strahlenwerte niedrig genug sind und die Castoren rollen dürfen. Doch die Messwert-Mauschelei wird für Widerstand gegen den Castor-Transport sorgen. Wenn die Behörden bei den Grenzwerten nur tricksen, vertuschen und schönrechnen, dann muss sich die Regierung nicht wundern, wenn viele Menschen aus Empörung auf die Straße gehen. Das Vertrauen ist verspielt.

„Wenn Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht“

Die Informationspolitik in Niedersachsen ist um nichts besser als in Fukushima oder Tschernobyl: Wir sollen für dumm verkauft werden. Das lassen wir uns nicht gefallen. Aus dem Slogan der Anti-Atom-Bewegung der 80er Jahre ‚Wenn Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht‘ wird nun ‚Wenn Strahlung weggerechnet wird, wird Widerstand zur Pflicht‘. X-tausendmal quer bereitet momentan mit Hochdruck eine große gewaltfreie Sitzblockade in Gorleben vor. Wenn der Castor-Transport trotz überhöhter Strahlenbelastung im Zwischenlager tatsächlich rollen sollte, sorgt das nicht nur für zusätzliche Brisanz im Streit um Gorleben, sondern auch für großen Zulauf zum Widerstand im Wendland. Wenn die Regierung keine Massenproteste riskieren will, muss sie den Atommüll-Transport absagen.“

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