VCD: Statt wirkungslosem Aktionismus sollte Politik für sparsame Pkw sorgen

Apr 2nd, 2012 | By | Category: Energie, Klima, Politik und Gesellschaft, Presse-Mitteilungen, Verkehr, Wirtschaft

Verbrauchs- und CO2-Grenzwerte sind wirkungsvolle Kostenbremse bei steigenden Benzinpreisen

Statt wirkungslosem Aktionismus sollte Politik für sparsame Pkw sorgen

VCD-Pressemitteilung vom 2. April 2012

Berlin, 2. April 2012. (vcd) Die aktuelle Debatte um eine Benzinpreis-Bremse ist purer Aktionismus, so der ökologische Verkehrsclub VCD. Lange hat die Politik auf einen freien Markt gesetzt und jetzt rufen ausgerechnet Politiker aus CDU und FDP nach einer Regulierung, die rechtlich fragwürdig und für die Verbraucher kontraproduktiv ist. Das österreichische sowie das australische Modell treiben die Preise eher in die Höhe, als dass sie diese senken.

niedrige CO2– und Verbrauchsgrenzwerte der richtige Weg, um die steigenden Kosten für das Tanken zu begrenzen

Gerd Lottsiepen, verkehrspolitischer Sprecher des VCD: „Wenn die Politik wirklich etwas für die Autofahrer tun möchte, dann sind vielmehr niedrige CO2– und Verbrauchsgrenzwerte der richtige Weg, um die steigenden Kosten für das Tanken zu begrenzen”. Ein Grenzwert von 80 g CO2/km senkt den Spritverbrauch von Neuwagen im Vergleich zu heute um ca. 2,5 l/100km. Bei einem perspektivischen Spritpreis von zwei Euro/Liter haben sich die Mehrkosten, die für die Spritspartechnik anfallen, nach 50.000 Kilometer rentiert. Handelsvertreter fahren diese 50.000 Kilometer in einem Jahr. Autofahrer mit durchschnittlicher Fahrleistung haben die Mehrkosten nach gut vier Jahren eingefahren.

Angesichts steigender Benzinpreise fordert der VCD die Politik auf, sich für ambitionierte Grenzwerte für den CO2-Ausstoß von Neuwagen einzusetzen.

Die Erhöhung der Pendlerpauschale die zum wiederholten Male gefordert wird, ist dagegen ein hilfloses Instrument

Derzeit sieht die EU einen CO2-Grenzwert von 95 g CO2/km für das Jahr 2020 vor. Wissenschaftler und Umweltverbände sind sogar der Auffassung, dass ein Grenzwert von 80 Gramm CO2 je Kilometer erfüllbar ist. ”Der Stand der Technik von heute zeigt ja bereits, dass dies realisierbar ist”, so Gerd Lottsiepen.

„Die Erhöhung der Pendlerpauschale die zum wiederholten Male gefordert wird, ist dagegen ein hilfloses Instrument. Dadurch würden die Ölkonzerne und Spekulanten, die gegenwärtig an der Preistreiberei gut verdienen, eingeladen, weiter an der Preisschraube zu drehen. Denn letztlich gleicht der Staat es aus.” betont Lottsiepen.

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