VCD: Neuer Vorschlag beim Poker um Verbrauchsgrenzwerte für Neuwagen

Okt 30th, 2013 | By | Category: Aktuell, Energie, Klima, Menschen- u. Bürgerrechte, Politik und Gesellschaft, Presse-Mitteilungen, Verkehr, Wirtschaft

Litauisches Geschenk für BMW und Daimler

Neuer Vorschlag beim Poker um Verbrauchsgrenzwerte für Neuwagen

VCD-Pressemitteilung vom 30. Oktober 2013

Berlin, 30.10.2013. (vcd) Unfassbar: Nach dem gescheiterten Kompromiss von EU-Rat und Parlament zu den CO2-Grenzwerten für Pkw ab 2020, liegt ein neuer Vorschlag der litauischen Ratspräsidentschaft auf dem Tisch, der völlig im Widerspruch zu allen ursprünglichen Zielen des Gesetzesvorhabens steht.

Danach müsste der Grenzwert von 95 Gramm CO2 pro Kilometer erst im Jahr 2024 statt, wie ursprünglich vorgesehen, in 2020 erreicht werden. Dies beinhaltet eine besonders großzügige Ausweitung der Supercredits, also die Mehrfachanrechnung von E-Autos. Letzteres entspricht den Forderungen von Daimler und BMW.

Gerd Lottsiepen, verkehrspolitischer Sprecher des VCD: „Dieser Vorschlag zeigt die Entscheidungsschwäche der EU-Gremien. Über alle Beteiligten hinweg, versuchen die Bundesregierung und Litauen ein Gesetz auf Bestellung von Daimler und BMW anzupassen. Und deren Wünsche werden sogar übererfüllt.” Völlig inakzeptabel, so das Urteil des ökologischen Verkehrsclubs VCD. Zumal bereits im Juni diesen Jahres ein fertig ausgehandelter Kompromiss aller Beteiligten zur Abstimmung vorlag.

Der VCD verlangt eine Rückkehr zu rationaler Politik, die sich nicht allein an den Interessen einzelner Automobilkonzerne orientiert. Oder hilft die Überlassung von 180 BMW an die litauische Ratspräsidentschaft entsprechende Deals auszuhandeln?

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