UnternhemensGrün: Gabriels Pläne bedeuten Energiewende paradox

Apr 3rd, 2014 | By | Category: Aktuell, Energie, Klima, Menschen- u. Bürgerrechte, Politik und Gesellschaft, Presse-Mitteilungen, Wirtschaft

Unternehmerverband lehnt Wind-Onshore-Deckel und Ausweitung der Industrierabatte ab

Gabriels Pläne bedeuten Energiewende paradox

UnternehmensGrün-Pressemitteilung vom 1. April 2014

Anlässlich des heutigen Energiegipfels der Ministerpräsidenten der Länder mit Bundes­kanzlerin Angela Merkel fordert der Bundesverband der grünen Wirtschaft, dass Bund und Länder nun endlich gemeinsam den Hebel für eine schnellere und konsequentere Energiewende umlegen. „Die anstehende EEG-Reform muss genutzt werden, um die Vorfahrt der Erneuerbaren Energien sicherzustellen. Die Kernenergie und die fossilen Energieträger dürfen nur die kurze Brücke auf dem Weg zu einer 100% Versorgung mit sauberen, erneuerbaren Energien sein“, sagt UnternehmensGrün-Geschäftsführerin Dr. Katharina Reuter.

UgruenlogoBerlin, 1.4.2014. (ug) UnternehmensGrün  fordert, den von Minister Gabriel geplanten Ausbaukorridor für die Erneuer­baren zu vergrößern und die Deckelung der Windenergie an Land zurückzunehmen: „Gerade Wind-Onshore trägt neben der Photovoltaik zu günstigen Strompreisen bei – hier den Deckel draufzusetzen, wäre ein schlechter Aprilscherz“, so Reuter weiter.

Die Mitglieder des Bundesverbands lehnen auch die geplante Direktvermarktung für alle Anlagen größer als 100 kW ab: „Wir wollen keine Wettbewerbsbenachteiligung kleinerer und mittlerer Betreiber und keine Oligopolisierung zu Gunsten der großen Direktvermarktungsunternehmen“, sagt Gottfried Härle, Brauer in vierter Generation und Geschäftsführender Vorstand von UnternehmensGrün.

Der Bundesverband sieht zudem die geplante Ausweitung der Industrierabatte kritisch: „Die geplante Ausweitung der Industrierabatte führt zu groben Wettbewerbsverzerrungen zulasten des Mittelstandes und zu Fehlanreizen beim Energieverbrauch. Die privilegierten Unternehmen müssen weder Effizienzerfolge nachweisen, noch im internationalen Wettbewerb stehen. Dadurch leisten die größten CO2-Emittenten den geringsten Beitrag für die Energiewende und werden dafür auch noch mit millionenschweren Subventionen belohnt. Das ist Energiewende paradox“, so Härle. UnternehmensGrün unterstützt daher die Forderung, künftig nur noch 14 – statt wie jetzt geplant 65 – Branchen von der EEG-Umlage auszunehmen.

UnternehmensGrün e.V., der Bundesverband der grünen Wirtschaft, setzt sich für eine nachhaltige Wirtschaft ein. Seit 1992 engagieren sich hier Unternehmer/innen, die die Verantwortung für Wirtschaft, Umwelt und Gesellschaft verbindet. Mit dem Ziel der Förderung des Umweltschutzes bringt der Verband seine Positionen einer nachhaltigen Wirtschaftsweise in die Politik ein. UnternehmensGrün ist überparteilich und finanziell unabhängig – der Verein verfolgt keine wirtschaftlichen Interessen und ist als gemeinnützig anerkannt.

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