Stuttgart 21: Merkel muss jetzt die Notbremse ziehen“

Mrz 5th, 2013 | By | Category: Aktuell, Menschen- u. Bürgerrechte, Politik und Gesellschaft, Presse-Mitteilungen, Verkehr, Wirtschaft

Stuttgart 21: Merkel muss jetzt die Notbremse ziehen“

Gemeinsame Pressemitteilung von Campact e.V. und Bündnis „Bahn für alle“ vom 5. März 2013

Berlin, 05.03.2013. (campact) Das Bündnis „Bahn für alle“ und das Kampagnennetzwerk Campact kritisieren scharf die Entscheidung des Bahnaufsichtsrats, trotz der Kostenexplosion an Stuttgart 21 festzuhalten. Sie sehen jetzt Angela Merkel in der Verantwortung, das Milliardenprojekt zu stoppen – so wie dies in den letzten acht Tagen bereits 110.000 Bürger mit einem Online-Appell forderten.

Das Geld wird überall im Land dringend für einen besseren öffentlichen Nahverkehr und ein modernes Schienennetz gebraucht

„Das Milliardengrab Stuttgart 21 weiterzubauen ist verantwortungslos. Das Geld wird überall im Land dringend für einen besseren öffentlichen Nahverkehr und ein modernes Schienennetz gebraucht. Jetzt liegt der Ball bei der Kanzlerin: Merkel muss bei Stuttgart 21 die Notbremse ziehen statt Politik über die Köpfe der Menschen hinweg zu machen“, sagte Christoph Bautz vom Kampagnennetzwerk Campact.

Bernhard Knierim vom Bündnis Bahn für Alle wies darauf hin, dass das Projekt Stuttgart 21 auf allen Ebenen gescheitert sei: „Stuttgart 21 ist nicht nur ein finanzielles Desaster, sondern hier wird ein Bahnhof geplant, der weder eine ausreichende Kapazität für einen zukünftigen Schienenverkehr hat noch essentiellen Sicherheitsstandards genügt. Aber statt das einzugestehen, vertuscht und betrügt die Bahn lieber weiter, und der Aufsichtsrat trägt das entgegen seiner Aufgabe auch noch mit.“

Appell gegen Stuttgart 21, der innerhalb einer Woche von 110.000 Bundesbürgern unterzeichnet wurde

Anlässlich der Aufsichtsratssitzung der Deutschen Bahn AG hatten Demonstranten am Dienstag vor dem Bahn-Tower am Potsdamer Platz den Stopp von Stuttgart 21 gefordert. Während eine Person mit Merkel-Maske einen Bahnhof aus „Goldbarren“ errichte, demonstrierten die Bürger gegendas Milliardengrab. Anschließend schlugen sie mit einem„Schwabenstreich“ lautstark Alarm. Zudem präsentierten die Demonstranten einen Appell gegen Stuttgart 21, der innerhalb einer Woche von 110.000 Bundesbürgern unterzeichnet wurde (https://www.campact.de/stuttgart21/appell/teilnehmen/).

Zu der Aktion vor dem Bahn-Tower hatten das Kampagnennetzwerk Campact, das Bündnis „Bahn für alle“, das Stuttgarter Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21, die „Juristen zu Stuttgart 21“ und die Gesellschaft Kulturdes Friedens/AK Demokratie S21 gemeinsam aufgerufen.

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