Robin Wood u. a.: Bündnis aus der Lausitz mobilisiert zur Energiewende-Demo am 30. November nach Berlin

Nov 20th, 2013 | By | Category: Aktuell, Energie, Klima, Menschen- u. Bürgerrechte, Naturschutz, Politik und Gesellschaft, Presse-Mitteilungen, Wirtschaft

Energiewende jetzt: Kein weiteres Dorf abbaggern

Bündnis aus der Lausitz mobilisiert zur Energiewende-Demo am 30. November nach Berlin

Pressemitteilung des Bündnisses „Kein weiteres Dorf“ vom 20. November 2013

energiewende-demo-Rectangle-300x250Cottbus, 20.11.2013. (robin) Die Initiative „Kein weiteres Dorf“ aus der Lausitz ruft zur Teilnahme an der bundesweiten Energiewende-Demo am 30. November in Berlin auf. Die Energiewende muss jetzt zügig und konsequent umgesetzt werden. Notwendig sind ein wirksamer Klimaschutz und Alternativen zur Zerstörung weiterer Dörfer durch den Braunkohletagebau. Für diese Forderungen werden sich Initiativen aus der Lausitz auf der Demonstration in dem Klima-Block „Kohle killt Klima — kein weiteres Dorf“ stark machen. Auch ROBIN WOOD ist mit dabei.

Die Energiewende ist eine riesige Chance, beim Klimaschutz ernst zu machen, Atomkraft abzuschalten, Braunkohletagebaue auslaufen zu lassen und für eine Energieversorgung in Bürgerhand zu sorgen. Die energiepolitischen Alternativen zum Neuaufschluss von fünf neuen Braunkohletagebauen in der Lausitz müssen ausgebaut statt ausgebremst werden.

Dem Braunkohletagebau des Energiekonzerns Vattenfall sollen in der Lausitz mehrere Dörfer zum Opfer fallen. Mehr als 3300 Menschen müssten Haus und Hof verlassen. Dazu erklärt Daniel Häfner, ROBIN WOOD Cottbus: „Die Braunkohleverstromung ist eine Dinosauriertechnologie, die noch immer Dörfer in der Lausitz und das Klima bedroht – das muss ein Ende haben!“

Die Demonstration zeichnet sich dadurch aus, dass sie Atom, Kohle, Fracking und auch die CCS-Technik zur Abspaltung und Speicherung von Kohlendioxid kritisiert. Es geht um die Energiewende insgesamt und nicht um einzelne Probleme eines veralteten fossilen Energiesystems.

„Jenseits der Lösung konkreter Umweltprobleme ist die Energiewende auch ein demokratisches Projekt mit dem Ziel, die Mittel zur Energieproduktion in die Hände der Menschen zurückzulegen“, so Häfner. „Diese ,Energiewende von unten‘ muss gegen die Profitinteressen der großen Energiekonzerne erstritten werden.“

Lausitzer Initiativen, darunter das Aktionsbündnis „Kein weiteres Dorf“ werden sich in Berlin an dem Demo-Block „Kohle killt Klima – kein weiteres Dorf“ beteiligen. Dieser trifft sich gemeinsam mit dem Bündnis „Kohleausstieg ist Handarbeit“ direkt am Hauptbahnhof in Berlin (Washingtonplatz) an den Cafés auf der rechten Seite.

In Cottbus werden die Teilnehmenden am 30. November um 11.01 Uhr mit dem Zug abfahren (Treffpunkt am Bahnhof Cottbus um 10.45 Uhr), der genau passend zur Demonstration am Hauptbahnhof in Berlin ankommt.

Im Bündnis „Kein weiteres Dorf“ haben sich 2013 sieben Umweltorganisationen (darunter ROBIN WOOD und Umweltgruppe Cottbus), der Bauernbund Brandenburg und fünf regionale Organisationen Betroffener zusammengeschlossen. Sie wollen gemeinsam verhindern, dass weitere Dörfer in der Lausitz für den Braunkohletagebau zerstört werden.
http://www.energiewende-demo.de

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