ROBIN WOOD fordert Absage des CASTOR-Transports nach Gorleben

Okt 29th, 2011 | By | Category: Atomkraft, Energie, Politik und Gesellschaft, Presse-Mitteilungen, Wirtschaft

Gorleben ist überall!

ROBIN WOOD fordert Absage des CASTOR-Transports nach Gorleben und unterstützt den morgigen Streckenaktionstag

Robin Wood Pressemitteilung vom 28. Oktober 2011

® bei OOA Fund, Dänemark

Hamburg, 28.10.2011. (robin) Die Anti-Atom-Bewegung ist erneut auf der Straße. In zahlreichen Städten entlang der CASTOR-Route nach Gorleben werden morgen Aktionen gegen den anstehenden Atommüll-Transport stattfinden. ROBIN WOOD unterstützt den Aktionstag. Am 24. November soll der nächste Atommüllzug mit hochradioaktivem Material aus Frankreich Richtung Wendland rollen. ROBIN WOOD fordert, den Transport abzusagen und Gorleben als Endlager-Standort endgültig aufzugeben.

mit viel Aufwand und gegen jahrzehntelangen Widerstand der Bevölkerung angekarrter Müll

Der mit viel Aufwand und gegen jahrzehntelangen Widerstand der Bevölkerung angekarrte Müll wird in Gorleben provisorisch in einer oberirdischen Halle zwischengelagert. Gegen die Einlagerungsgenehmigung laufen Klagen. Strahlenmessungen hatten ergeben, dass bei Einlagerung zusätzlichen Atommülls eine Überschreitung der Grenzwerte droht.

Der Atommülltransport nach Gorleben ist ohnehin unsinnig und nicht zu verantworten, weil es dort niemals ein sicheres Endlager geben wird. Der Salzstock ist schon wegen möglicher Wasserzuflüsse sowie Gasblasen in und unter dem Salz als Lager für Müll, der eine Million lang gefährlich strahlt, nicht geeignet. Notwendig ist daher eine ergebnisoffene Suche nach einem alternativen Standort, an der die Bevölkerung in vollem Umfang beteiligt ist.

der Atommüllberg wächst

Obwohl das Atommüll-Problem ungelöst ist, sind in Deutschland neun Atomkraftwerke und weitere Atomfabriken wie die Urananreicherungsanlage in Gronau und die Brennelementefabrik in Lingen weiterhin in Betrieb. Dadurch wächst der Atommüllberg. Erst kürzlich wurde bekannt, dass Atomabfälle aus Gronau, die stärker strahlen als erwartet, nun ebenfalls in Gorleben versenkt werden sollen.

„Der atomare Wahnsinn ist noch lange nicht vorbei, und die Energiewende noch lange nicht geschafft“, so Dirk Seifert, Energiereferent von ROBIN WOOD. „Deshalb heißt es, weiter auf die Straße zu gehen, die Abschaltung aller Atomanlagen einzufordern und ein Endlager in Gorleben zu verhindern.“

Menschen Mut machen, sich gegen diesen atomaren Wahnsinn zu wehren

„Es ist sinnlos und gefährlich, Atommüll quer durch Europa zu karren. Damit soll nur vertuscht werden, dass es kein sicheres Endlager gibt. Wir wollen mit unseren Aktionen Menschen Mut machen, sich gegen diesen atomaren Wahnsinn zu wehren“, sagt ROBIN WOOD-Aktivistin Cécile Lecomte.

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