Robin Wood: Auch in Braunschweig Proteste gegen Atommüllschiff

Mai 30th, 2012 | By | Category: Atomkraft, Energie, Ostfalen, Politik und Gesellschaft, Presse-Mitteilungen, Wirtschaft

Auch in Braunschweig Proteste gegen Atommüllschiff

Gemeinsame Pressemitteilung von ROBIN WOOD und Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad vom 30. Mai 2012

Die Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD e. V. feiert in diesem Jahr 25 Jahre regionale Lobby im Braunschweiger Land für den sofortigen Atomausstieg

Braunschweig / Hamburg, 30.05.2012. (robin / ag konrad) Das mit Atommüll beladene Binnenschiff „Edo“ wird voraussichtlich heute Abend Braunschweig passieren. Aus Protest gegen den Transport wollen sich AtomkraftgegenerInnen, darunter Aktive von ROBIN WOOD und der AG Schacht Konrad, heute um 18 Uhr auf einer Brücke über den Mittellandkanal (Straße: Aschenkamp) im Braunschweiger Stadtteil Thune treffen. ROBIN WOOD und die AG Schacht Konrad fordern den sofortigen Atomausstieg, den Stopp sinnloser Atommüll-Verschieberei und einen tatsächlichen Neuanfang in der Endlagersuche.

Rund um Braunschweig ist die Bevölkerung mit massiven Problemen der Atommülllagerung konfrontiert

Die „Edo“ transportiert radioaktive Komponenten aus dem AKW Obrigheim und soll diese in das Atommüllzwischenlager Nord bei Lubmin bringen. Bereits am Pfingstmontag hatten AktivistInnen von ROBIN WOOD und aus dem Münsterland mit einer mehrstündigen Aktion in Münster auf das Atomschiff aufmerksam gemacht.

Rund um Braunschweig ist die Bevölkerung mit massiven Problemen der Atommülllagerung konfrontiert: In den Schacht Asse II, in dem über 120.000 Fässer mit leicht- und mittelradioaktiven Atommüll lagern, laufen schon jetzt 12.000 Liter Lauge pro Tag, und es droht eine weitere Zunahme der Wassereintritte. Dadurch steigt die Gefahr einer radioaktiven Verseuchung des Grundwassers. Selbst der Einsturz des Salzstocks kann nicht ausgeschlossen werden. Nicht weit davon entfernt wird derzeit der Schacht Konrad zum atomaren Endlager ausgebaut, obwohl es massive Zweifel an seiner Langzeitsicherheit gibt. Und im Stadtteil Thune will die Nuklear-Firma Eckart und Ziegler ihren am Rande eines Wohngebietes gelegenen Betrieb erweitern, um dort Atommüll für die Endlagerung zu verpacken. Erst massive Proteste aus der Bevölkerung und auch von ROBIN WOOD haben dazu geführt, dass diese Pläne vorerst auf Eis gelegt wurden.

Atommüll wird hin und her gekarrt, von einem Zwischenlager zum nächsten

„Atommüll wird hin und her gekarrt, von einem Zwischenlager zum nächsten. Ein Konzept für eine auf Dauer sichere Beseitigung von Atommüll gibt es bis heute nicht. Die Bundesregierung spricht von einem Neustart in der Endlagersuche und einer ‚weißen Landkarte’. In Wirklichkeit ist die Karte mit radioaktiven Atommüll-Flecken übersät“, sagt Thomas Erbe von ROBIN WOOD in Braunschweig.

„Ob Castoren mit hochradioaktivem Müll oder AKW-Abriss-Komponenten: Es ist ein Skandal, wie Atommüll kreuz und quer durchs Land verschoben wird. Dem wollen wir nicht tatenlos zusehen. Deshalb werden wir heute in Sichtweite von Eckert und Ziegler gegen diesen Atommülltransport auf dem Mittellandkanal protestieren“, erklärt Peter Dickel für die Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD.

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