Protest gegen den Atom-Deal der Bundesregierung

Okt 21st, 2010 | By | Category: Atomkraft, Energie, Politik und Gesellschaft, Wirtschaft

Anti-Atom-Protest mit Großballons

Protest gegen den Atom-Deal der Bundesregierung. Argumente gegen Atomkraft an Großballons. Campact: „Schwarz-Gelb folgt dem Diktat der Atomkonzerne und ignoriert die Meinung der Bevölkerung“.

Campact-Pressemitteilung vom 21.10.2010

Berlin, 21.10.2010. (campact) Aktivisten des Kampagnennetzwerks Campact haben heute mit dreißig Großballons und Transparenten im Regierungsviertel gegen die schwarz-gelbe Atompolitik demonstriert. Anlass für die Protestaktion war eine Expertenanhörung im Umweltausschuss des Bundestags zu den Atomplänen der Regierung. Ursprünglich wollte Campact die Ballons direkt vor dem Marie-Elisabeth-Lüders-Haus, dem Ort der Expertenanhörung, aufsteigen lassen. Dies wurde jedoch von der Bundestagsverwaltung kurzfristig untersagt.

Das Verbot ist nicht nachvollziehbar

„Das Verbot ist nicht nachvollziehbar. Wir hätten mit unserer kleinen Aktion niemanden behindert oder gestört. Der Bundestag will offenbar nicht wissen, was die Mehrheit der Bevölkerung über den undemokratischen Deal mit den Atomkonzernen denkt“, sagte Susanne Jacoby, Anti-Atom-Campaignerin von Campact.

Die Bundesregierung ignoriert die Meinung des eigenen Sachverständigenrates für Umweltfragen

„Die Bundesregierung setzt mit den Laufzeitverlängerungen für die alternden Atomkraftwerke die Sicherheit von Millionen Menschen aufs Spiel. Doch für die Expertenanhörung zu einem so weitreichenden Gesetz nimmt sich der Bundestag gerade einmal vier Stunden Zeit. Es ist ein Skandal, wie schnell die Bundesregierung den Atom-Deal durch den Bundestag peitschen will“, sagte Jacoby. „Die ganze Expertenanhörung ist eine Farce. Die Bundesregierung ignoriert die Meinung des eigenen Sachverständigenrates für Umweltfragen ebenso wie die der Bevölkerung und lässt sich von den Atomkonzernen ein Gesetz diktieren, das den AKW-Betreibern Zusatzprofite in Milliardenhöhe sichert.“

Protestkette am Bundestag

Am kommenden Montag, den 25. Oktober, werden die Atomkraftgegner erneut in Berlin protestieren. Zum Start der abschließenden Beratungen im Umweltausschuss werden dutzende schwarz-gelbe „Atommüllfässer“ mit einem täuschend echten „Castor-Transport“ vom geplanten Endlagerstandort Gorleben nach Berlin zum Reichstag gebracht und dort als Symbol für die ungelöste Endlagerfrage zu einem großen Berg aufgeschichtet (Weitere Informationen: http://www.campact.de/atom2/zurueck). Am Donnerstag, den 28. Oktober plant Campact mit vielen anderen Organisationen eine Protestkette am Bundestag (http://www.campact.de/atom2/protestkette)).

Weitere Informationen: http://www.atomkraft-abschalten.de

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