Philosophischer Essay: »Geistiges Eigentum ist eine Anmaßung«

Nov 10th, 2012 | By | Category: Aktuell, Kultur, Menschen- u. Bürgerrechte, Politik und Gesellschaft, Politik und Gesellschaft, Presse-Mitteilungen, Wirtschaft, Wirtschaft

Buchvorstellung:

Philosophischer Essay: »Geistiges Eigentum ist eine Anmaßung«

Pressemitteilung des Autors vom 5. November 2012

Verlinkt zur Beschreibung des Buches auf der Internetseite des Autors (Bild: )

»Demeter und die Allmende des Seins« nennt Jan Ulrich Hasecke seinen spekulativen Essay gegen die Ahnenlosigkeit und die Anmaßung des Eigentums. Unter dem eigenwilligen Begriff Ahnenlosigkeit versteht der Autor die Überheblichkeit des modernen Menschen, der nur zu gerne vergisst, dass er alle zivilisatorischen Errungenschaften den Generationen vor ihm verdankt.

Das heutige Saatgut ist das Erbe einer viele Jahrtausende andauernden Wechselwirkung zwischen dem Menschen und seiner Umwelt

Hasecke zeichnet diese Tatsache anhand der Entwicklung des Urgetreides nach, das aus natürlichen Süßgräsern entstanden ist. Er zeigt, dass die Entstehung des Urgetreides durch die Lebensgewohnheiten von vorzeitlichen Jägern und Sammlern unbewusst begünstigt wurden. Das heutige Saatgut ist das Erbe einer viele Jahrtausende andauernden Wechselwirkung zwischen dem Menschen und seiner Umwelt.

Die Versuche der Genkonzerne, dieses Menschheitserbe durch geringfügige Modifikationen im Erbgut zu privatisieren, bezeichnet Hasecke als Anmaßung. Die Allmende der genetischen Informationen wird zerrissen und in Eigentum umgewandelt. Die Konzerne stützen sich dabei auf den umstrittenen Begriff des geistigen Eigentums.

Hasecke deckt die Widersprüchlichkeit dieses Begriffes auf. Denn der Anteil der Genkonzerne an ihrem ›Produkt‹ ist verglichen mit der zivilisatorischen Leistung der Menschheitsgenerationen verschwindend gering. Die Genkonzerne gründen ihre Eigentumsrechte auf wenig mehr als nichts.

eine Geschichte der Anmaßung, eine Geschichte der Zerstörung der Allmende

Doch Hasecke geht sogar noch einen Schritt weiter. Die Geschichte des Eigentums – des realen und des geistigen – ist für ihn eine Geschichte der Anmaßung, eine Geschichte der Zerstörung der Allmende.

Erst das Internet, so der Autor, habe uns wieder daran erinnert, »dass die geistige Allmende lebendig ist und unzerstörbar hinter den künstlichen Schranken des geistigen Eigentums anwesend war, ist und immer sein wird.«

Obwohl Hasecke in der Piratenpartei politisch aktiv ist, stellt er keine konkreten politischen Forderungen auf. Er formuliert stattdessen jenseits religiöser Vorstellungen ein modernes Verständnis von ›Demut‹.

Mit diesem Begriff beschließt er seinen Essay. Die Demut vor der Allmende, die erkennt, dass wir alle unsere zivilisatorischen Errungenschaften den Generationen vor uns verdanken, so Hasecke, gäbe uns Kraft und Orientierung, bei der Lösung der dringendsten Menschheitsprobleme.

E-Book

Der Essay ist als Kindle E-Book ohne DRM bei Amazon für nur 0,89 EUR erhältlich. Das E-Book kann in andere E-Book-Formate konvertiert werden.

Jan Ulrich Hasecke

Demeter und die Allmende des Seins

Erschienen 2012

https://www.amazon.de/dp/B008G4Z2I2

Über den Autor:

Jan Ulrich Hasecke wurde 1963 in Velbert geboren. Er studierte an der Universität zu Köln Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft, Germanistik und Philosophie. In den 80er Jahren war Hasecke freier Mitarbeiter beim Fernsehen und drehte einen Spielfilm. Er hat ein Buch über den polnischen Filmemacher Krzysztof Kieślowski, Essaybände und einen Roman veröffentlicht. Seit 1998 veröffentlicht er Satiren und Essays in seinem Internetmagazin (juh’s Sudelbuch www.sudelbuch.de). Sein literarisches Internetprojekt www.generationenprojekt.de wurde 1999 im Rahmen der Literaturtage Baden-Württemberg mit dem Themenpreis des Ettlinger Literaturwettbewerbs ausgezeichnet. Mit seiner Frau und seinen beiden Söhnen lebt er in Solingen.

Kommentar hinterlassen