Neuer Greenpeace-Ratgeber „Essen ohne Gentechnik“

Okt 21st, 2011 | By | Category: Gentechnik, Gesundheit, Greenpeace-Presseerklärungen, Nahrungsmittel, Politik und Gesellschaft, Presse-Mitteilungen, Wirtschaft

Neuer Greenpeace-Ratgeber „Essen ohne Gentechnik“

Die Milch macht’s, aber Geflügelproduzenten brauchen Nachhilfe

Greenpeace-Presseerklärung vom 21. Oktober 2011

Der Trend zu gentechnikfreien Eiern und Milchprodukten auf dem Lebensmittelmarkt hält an. Im aktualisierten Einkaufsratgeber Essen ohne Gentechnik (14. Auflage) listet die unabhängige Umweltschutzorganisation Greenpeace deutsche Firmen auf, die ohne gentechnisch veränderte Futterpflanzen produzieren. Während immer mehr Molkereien und Eierproduzenten auf eine gentechnikfreie Fütterung setzen, fällt die Geflügelfleischbranche zurück: Firmen wie Sprehe, Vossko oder Süddeutsche Truthahn AG verfüttern wieder Gen-Soja. Der Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen gefährdet die biologische Vielfalt und führt zu vermehrtem Pestizideinsatz. Greenpeace setzt sich daher gegen riskante Gen-Pflanzen auf dem Acker und dem Teller ein.

Mais-Pflanzaktion gegen Agro-Gentechnik: Am 30. April 2011 fand eine Maispflanzaktion gegen Agro-Gentechnik statt. Hamburger Greenpeacer beteiligten sich an der Aktion und halfen tatkräftig dabei, daß bei der Demeter Gärtnerei Sannmann 4.000 Bantam-Mais-Setzlinge für eine gentechnikfreie Zukunft gepflanzt wurden (Foto u. Text: Günter Vogel / Greenpeace Hamburg, flickr, Lizenz: CC BY-NC-ND 2.0)

Hamburg, 21.10.2011. (greenpeace: Hannah Samland) „Umfragen belegen, dass die meisten Verbraucher keine Lebensmittel wollen, die mit gentechnisch veränderten Pflanzen hergestellt werden“, sagt Stephanie Töwe, Gentechnik-Expertin von Greenpeace. „Doch vielen Geflügelfleischproduzenten scheint dieser Wunsch egal zu sein. Dabei sollte gerade die Geflügelbranche aus ihren Fehler lernen. Schlechte Tierhaltung, hoher Medikamenteneinsatz und Dioxin im Futter sorgen immer wieder für Empörung. Auf Gen-Pflanzen im Tierfutter zu verzichten, ist ein kleiner aber wichtiger Schritt für eine nachhaltige Produktion.“

Greenpeace empfiehlt Lebensmittel aus naturnaher Landwirtschaft

Eier, Milch und Fleisch von Tieren, die gentechnisch veränderte Pflanzen gefressen haben, müssen nicht als Gen-Food gekennzeichnet werden. Hier hilft der Greenpeace-Einkaufsratgeber. Er zeigt, welche Unternehmen bereits Gen-Pflanzen vermeiden und welche dies planen. Seit September wird zum Beispiel die zweitgrößte Käsemarke Deutschlands Grünländer mit dem Ohne Gentechnik-Siegel ausgelobt.

Molkereien, die keine Gentechnikfreiheit garantieren wollen

Aber der Ratgeber nennt auch jene Molkereien, die keine Gentechnikfreiheit garantieren wollen. Dazu zählen Bärenmarke und Weihenstephan, die ihre Molkereiprodukte mit Bildern von grünen Wiesen und Alpenpanorama bewerben. Die Milchkühe der Hersteller bekommen jedoch importierte und genmanipulierte Futterpflanzen zu fressen und haben zumeist weder Alpen noch Wiesen in ihrem Leben gesehen.

Ratgeber ist kostenlos erhältlich

Der Einkaufs-Ratgeber Essen ohne Gentechnik wurde bereits in 3,4 Millionen Exemplaren verteilt. Er gibt keine Auskunft darüber, wie genannte Firmen mit dem Thema Tierschutz umgehen. Artgerechte Tierhaltung ist und bleibt aber auch für Greenpeace eine zentrale Forderung bei der Fleisch- und Milcherzeugung. Der Ratgeber ist kostenlos erhältlich unter www.greenpeace.de/stoppt-gentechnik und Tel. 040-30618-120.

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