Neue Attac-Kampagne: „Gutes Leben für alle – Ran an den Speck!“

Apr 14th, 2013 | By | Category: Aktuell, Menschen- u. Bürgerrechte, Politik und Gesellschaft, Presse-Mitteilungen, Wirtschaft

Für eine europaweit koordinierte Vermögensabgabe für Superreiche

Neue Attac-Kampagne: „Gutes Leben für alle – Ran an den Speck!“

Attac-Pressemitteilung vom 13. April 2013

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Aktion „Ran an den Speck!“ in Frankfurt a. M.; verlinkt zur Attac-Aktionsseite (Foto: Attac)

Frankfurt am Main, 13.04.2013. (attac) Am heutigen Samstag ist die neue Attac-Kampagne „Gutes Leben für alle – Ran an den Speck!“ mit einer Aktion vor dem Gebäude der Allianz Global Investors in Frankfurt am Main gestartet. Der Konzern hatte im Jahr 2012 mit einem Geldanlagevolumen von fast 400 Milliarden Euro die Marktführerschaft als größter Anleger deutschen Finanzvermögens inne. Die Aktion fand im Rahmen des heutigen bundesweiten Aktionstages des Bündnisses „Umfairteilen“ statt, dem auch Attac angehört.

Europäische Vermögensabgabe für Superreiche!

Drei als rebellische Mäuse verkleidete Attac-Aktive drehten den Spieß um und trieben „Superreiche“ unter dem Schlachtruf „Ran an den Speck!“ in eine große Mausefalle. Den Profiteuren der Krise wurde dann im Käfig ein großer Teil ihres Vermögens abgenommen. Über dem Käfig auf den Treppen des globalen Vermögensverwalters Allianz Global Investors wurde ein Banner mit der Aufschrift „Europäische Vermögensabgabe für Superreiche!“ aufgestellt.

Roman Denter vom Attac-Koordinierungskreis erläuterte: „Die Kampagne fordert eine kräftige, europaweit koordinierte, einmalige Vermögensabgabe von den Superreichen in einer Höhe von bis zu 80 Prozent, um die Krise sozial zu bewältigen. Diejenigen müssen jetzt zahlen, die über Jahrzehnte hinweg von den deregulierten Finanzmärkten profitiert und sich an der Krise bereichert haben. Hier heißt es: Ran an den Speck!“.

Die ärmere Hälfte der Bevölkerung hat im Durchschnitt überhaupt kein Vermögen

Die ärmere Hälfte der Bevölkerung hat im Durchschnitt überhaupt kein Vermögen. Das reichste eine Prozent hingegen verfügt über mehr als 30 Prozent des Gesamtvermögens. Dieses reichste eine Prozent soll von der Abgabe belastet werden.

Helge Bauer, ebenfalls vom Attac-Koordinierungskreis: „Eine bessere Gesundheitsversorgung und bezahlbares Wohnen gehören zu den drängendsten Problemen – die Krisenpolitik muss sozial gestaltet werden und das geht nur durch eine massive Umverteilung der Vermögen von oben nach unten und von privat zu öffentlich.“

Mit den Einnahmen aus der Vermögensabgabe soll ein gutes, menschenwürdiges Leben für alle gestaltet werden. Die Kampagne fordert mehr Investitionen in die soziale und kulturelle Infrastruktur, vor allem in den Kommunen.

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