KettenreAktion: Atomkraft abschalten!

Mrz 6th, 2010 | By | Category: Atomkraft

KettenreAktion: Menschenkette für den Atomausstieg

Hamburg, 04.03.10 . (re) Seit dem Regierungswechsel im Herbst steht der 2000 beschlossene Ausstieg aus der Atomenergienutzung wieder in Frage. Obwohl Risikostudien, die Entsorgung der radioaktiven Abfälle und Energieszenarien die weitere Nutzung der Atomenergie nicht verantwortbar erscheinen lassen, will die neue Bundesregierung den Ausstieg aus der Atomenergienutzung wieder rückgängig machen. Dies geschieht auch gegen den Willen einer großen Mehrheit in der deutschen Bevölkerung.

Plakat zur Aktions und Menschenkette am 24. April 2010

Plakat für die Mobilisierung zur Menschenkette am 24. April (Bild: Anti-Atom-Kette / AG Schacht Konrad)

Breites Bündnis plant Großdemonstration am 24. April

Gegen die unvernünftige Atompolitik der Bundesregierung plant ein breites Bündnis aus Antiatominitiativen, Parteien, Gewerkschaften, Kirchen und Verbänden für den 24. April 2010 eine Großdemonstration. In Form einer 150 Kilometer langen Menschenkette vom AKW Brunsbüttel über Hamburg, das AKW Brokdorf hin zum AKW Krümmel soll dem Mehrheitswillen der Bevölkerung Ausdruck verliehen werden. Zwei Tage vor dem Jahrestag der Katastrophe von Tschernobyl soll die Bundesregierung mit einer machtvollen und kreativen Aktion zu einer vernünftigen Politik gedrängt werden.

Stromkonzerne wollen mit abgeschriebenen Atommeilern höhere Gewinne einfahren

„Die Stromkonzerne wollen längere AKW-Laufzeiten durchsetzen, damit sie mit ihren alten abgeschriebenen Atommeilern noch höhere Gewinne einfahren können. Dagegen formiert sich ein wachsender Protest in der Bevölkerung. Wir werden am 24. April einmal mehr deutlich machen, dass die gefährlichen Atomkraftwerke jetzt vom Netz müssen, damit der Weg frei wird für sauberen Strom. Längere Laufzeiten für alte Reaktoren verzögern nur den Umstieg auf erneuerbare Energien“, sagte der Energieexperte des BUND, Thorben Becker.

Auch im hessischen Biblis und im nordrhein-westfälischen Ahaus sind für diesen Tag Aktionen geplant.  Und in der Woche zuvor starte im Wendland wieder ein Traktor-Treck, der das AKW Krümmel zum Ziel hat.

Fortsetzung erfolgreicher Demonstrationen

Die Aktion kann als Fortsetzung der erfolgreichen Demonstrationen im vergangenen Jahr gesehen werden. Im Februar 2009 bildeten mehr als 15.000 Menschen eine 52 Kilometer lange „Lichterkette“ vom geplanten Atommüllendlager Schacht Konrad in Salzgitter über Braunschweig zum maroden Atommüllendlager ASSE II bei Wolfenbüttel. Und im September 2009 demonstrierten in Berlin mehr als 50.000 Menschen gegen die weitere Nutzung der Atomkraft. Zu der Demonstration in Berlin rollten mehr als 350 Trecker aus dem niedersäsischen Wendland. In einer Woche fuhr der Anti-Atom-Treck von Gorleben aus über mehrere Standorte mit Atomanalgen in die Hauptstadt.

Weitere Informationen finden sich auf der Internetseite des Aktionsbündnisses Anti-Atom-Kette oder auch auf den Internetseiten der Mitglieder des Trägerkreises wie zum Beispiel der Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad.

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