Heißer Anti-Atom-Herbst

Aug 19th, 2010 | By | Category: Atomkraft

Anti-Atom-Organisationen kündigen heißen Herbst an

Großdemonstration mit Umzingelung des Regierungsviertels am 18.9. in Berlin geplant

Gemeinsame Pressemitteilung von .ausgestrahlt, AG Schacht Konrad, BUND, Campact, Naturfreunde Deutschlands und IPPNW vom 19. August 2010

Berlin, 19.08.2010. (.ausgestrahlt / AG Schacht Konrad / BUND / campact / Naturfreunde Deutschlands / IPPNW) Mit einer Großdemonstration in Berlin am Samstag, den 18. September wollen Anti-Atom-Organisationen einen „heißen Herbst“ für Regierung und Atomkonzerne einläuten. Wenn Bundestag und Bundesregierung im September über ein „Energiekonzept“ und längere Laufzeiten der Atomkraftwerke beraten, sollen zehntausende Menschen das Berliner Regierungsviertel komplett „umzingeln“. Nach zahlreichen weiteren Demonstrationen im ganzen Bundesgebiet in den Wochen danach, gipfelt der „heiße Herbst“ im vielfältigen Protest gegen den für November geplanten Castor-Transport nach Gorleben. Zu der Großdemonstration unter dem Motto „Atomkraft: Schluss jetzt!“ ruft ein breites Bündnis aus Umweltverbänden, Bürgerinitiativen, Parteien und Gewerkschaften auf http://www.anti-atom-demo.de. Auf einer Pressekonferenz vor dem Berliner Reichstagsgebäude forderte dieses die Bundesregierung auf, endlich aus der Atomkraft auszusteigen.

Gesellschaftliche Mehrheit gegen Atomenergie

Jochen Stay von der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt: „Wir werden alles dran setzten, die Regierungspläne zu stoppen. Ende September will die Bundesregierung über die Zukunft der Atomkraftwerke entscheiden. Deshalb rufen wir dazu auf, die gesellschaftliche Mehrheit gegen Atomenergie in Berlin sichtbar zu machen. Am 18. September wollen wir mit zehntausenden Menschen auf die Straße gehen und das Regierungsviertel umzingeln!“

Thorben Becker Energieexperte vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND): „Es gibt keinen energiepolitischen Grund für längere AKW-Laufzeiten. Im Gegenteil müssen die gefährlichen Atomkraftwerke schnell Platz machen, damit sie dem Ausbau der erneuerbaren Energien nicht im Weg stehen. Die Bundesregierung darf nicht Politik für die Gewinninteressen der Stromkonzerne machen oder sich gar von ihnen erpressen lassen. Die Mehrheit der Bevölkerung will dass endlich Schluss ist mit Strahlenrisiko und Atommüllproduktion.“

Ausstieg aus der Risikotechnologie Atomkraft

Die Mobilisierung für die Großdemonstration in Berlin läuft auf Hochtouren. Bereits jetzt sind zwei Sonderzüge und 30 Busse aus ganz Deutschland angemeldet. Aus Niedersachsen ist eine Radtour nach Berlin geplant. Christoph Bautz vom Kampagnennetzwerk Campact: „Im September wird über die Zukunft der Atomkraft in diesem Lande entschieden. Deshalb zieht es die Menschen zu Tausenden auf die Straße, um endlich den Ausstieg aus der Risikotechnologie Atomkraft durchzusetzen.“ An vielen Orten entstehen regionale Mobilisierungsbündnisse. Am 21. August und am 4. September finden zudem zwei bundesweite Aktionstage statt, die für die Demonstration mobilisieren.

Die Demonstration beginnt und endet auf der Wiese vor dem Reichstag. Neben einem Demonstrationszug wird es auch eine Fahrrad- und eine Skater-Demo geben. Alle gemeinsam werden dann das Regierungsviertel umzingeln. Uwe Hiksch von den Naturfreunden Deutschlands: „Es wird eine große bunte Demonstration geben. Es gibt eine starke Beteiligung aus der Berliner Kulturszene. Wir wollen mit vielen Chören, Szene-DJs und einem tollen Kundgebungs- und Musik-Programm auf der Bühne vor dem Reichstag ein buntes aber unmissverständliches Zeichen setzen: Atomkraft? Schluss jetzt!“

Alle Informationen zur Demo zu Sonderzügen und Bussen gibt es auf www.anti-atom-demo.de

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