Greenpeace: Jugendliche protestieren 30 Stunden vor russischer Botschaft in Berlin

Okt 18th, 2013 | By | Category: Aktuell, Energie, Greenpeace-Presseerklärungen, Klima, Meere, Menschen- u. Bürgerrechte, Militär, Naturschutz, Politik und Gesellschaft, Presse-Mitteilungen, Wirtschaft

30 Tage Unrecht: Greenpeace-Aktivisten fordern Freiheit für inhaftierte Crew in Russland

Jugendliche protestieren 30 Stunden vor russischer Botschaft in Berlin

Greenpeace-Presseerklärung vom 17. Oktober 2013

Für die Freilassung der seit 30 Tagen in Russland inhaftierten Crew protestieren dieses Wochenende Greenpeace-Aktivisten in 32 Städten in Deutschland. In Berlin werden rund 100 Jugendliche zusammen mit Musikern eine 30-stündige musikalische Mahnwache vor der russischen Botschaft halten. Auch die Jugendlichen fordern ein Ende der Untersuchungshaft für 28 Aktivisten und zwei Journalisten im russischen Murmansk.

FreeTheArctic30

Verlinkt zur Online-Petition zur Freilassung der Greenpeace-Aktivisten (Bild: Greenpeace)

Berlin / Hamburg, 17.10.2013. (gp: Marie Zender) Die Umweltschützer hatten sich für die durch Klimawandel und Industrialisierung bedrohte Arktis eingesetzt. „Konzerne wie Gazprom, die mit ihren Aktivitäten die Zerstörung der Arktis billigend in Kauf nehmen gehören auf die Anklagebank – nicht unsere Aktivisten“, sagt Jörg Feddern, Ölexperte von Greenpeace.

Die Aktivisten hatten an der Prirazlomnaya-Plattform gegen Ölbohrungen des russischen Ölkonzerns Gazprom in der Arktis protestiert. Einen Tag danach war das Greenpeace-Aktionsschiff „Arctic Sunrise“ von der Küstenwache in internationalen Gewässern geentert und nach Murmansk geschleppt worden. Das Gericht in Murmansk hat alle Anträge der betroffenen Umweltschützer, auf Kaution freigelassen zu werden, bislang abgelehnt. Die Anklage lautet auf bandenmäßige Piraterie. Bei einer Verurteilung drohen den Umweltschützern mindestens zehn Jahre Haft.

Gazprom gefährdet mit Ölbohrungen die Arktis

Die Prirazlomnaya-Plattform von Gazprom steht in der russischen Petschorasee. Die Plattform ist aus gebrauchten Teilen zusammengebaut worden und entspricht nicht den aktuellen russischen Sicherheitsstandards. Teile der Plattform sind bereits 1984 gebaut und in den späten 90er Jahren gegen Eisgang verstärkt worden. Gazprom hat keine ausreichenden Notfallpläne für einen eventuellen Ölunfall. Die Entfernung bis zum nächsten größeren Hafen beträgt rund tausend Kilometer. Durch die rauen Wetterbedingungen kann jeder größere Ölunfall zur Umweltkatastrophe werden.

Wer zusammen mit Greenpeace ein Schutzgebiet rund um den Nordpol fordern will, kann im Internet unter www.savethearctic.org seine Stimme für die Arktis abgeben.

Die gefangene Crew können Menschen ebenfalls mit ihrer Unterschrift unterstützen. Im Internet gibt es die Möglichkeit, eine Petition an die russische Botschaft zu unterschreiben. Zudem finden am morgigen Freitag weltweit in rund 31 Ländern Protestaktionen für die sogenannten Arctic 30 statt. Insgesamt haben bisher knapp eineinhalb Millionen Menschen die Petition für die gefangenen Aktivisten unterschrieben.

Publikationen zum Thema

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Zum Thema in www.greenpeace.de

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