Greenpeace-Aktivisten blockieren die Südroute der Castorstrecke

Nov 28th, 2011 | By | Category: Atomkraft, Energie, Greenpeace-Presseerklärungen, Menschen- u. Bürgerrechte, Politik und Gesellschaft, Presse-Mitteilungen, Wirtschaft

Greenpeace-Aktivisten protestieren in Klein Gusborn auf der Südroute der Castorstrecke

Greenpeace-Presseerklärung vom 28. November 2011

Vier Greenpeace-Aktivisten haben sich in Klein Gusborn zwischen Dannenberg und Gorleben in einem Transporter auf der Straße im Asphalt festgemacht. Eine Durchfahrt ist den elf Castorbehältern auf ihrem Weg vom Verladebahnhof in Dannenberg in das Zwischenlager Gorleben somit versperrt. Auf einem Banner steht Ausstieg aus Gorleben – Castor Stopp.

Kinder aus dem japanischen Fukushima zu Besuch bei der Großdemonstration in Dannenberg am 26. November 2011. Informationen finden sich im verlinkten Bericht von Greenpeace (Foto: Oliver Hallmann, flickr.com, Lizenz: CC BY 2.0)

Hamburg / Klein Gusborn / Dannenberg, 28.11.2011. (greenpeace: Beate Steffens) Die Aktivisten protestieren damit gegen den Castortransport ins niedersächsische Wendland und die verlogene Atommüllpolitik der Bundesregierung. „Dieser Castoren haben in Gorleben nichts zu suchen. Der Transport ist illegal“, so Tobias Münchmeyer, Atomexperte von Greenpeace. „Der Strahlengrenzwert wird bis Jahresende überschritten, weiterer Atommüll darf hier nicht gelagert werden. Die Genehmigung des Castortransports ist rechtswidrig.“

Strafanzeige gegen den niedersächsischen Umweltminister Hans-Heinrich Sander

Greenpeace hatte bereits am 1. November Strafanzeige gegen den niedersächsischen Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP) wegen der Freisetzung ionisierender Strahlen gestellt. Die Staatsanwaltschaft Lüneburg lehnte die Strafanzeige zwar ab, gegen den Ablehnungsbescheid hat die unabhängige Umweltschutzorganisation jedoch vergangenen Donnerstag Beschwerde eingelegt.

Strahlengrenzwert am Zwischenlager bis Jahresende überschritten

„Die Begründung der Staatsanwaltschaft ist äußerst fadenscheinig und lässt mangelnde Sachkenntnis erkennen“, sagt Münchmeyer. „Wir sind der Meinung, dass Sander sich einer Straftat schuldig gemacht hat, als er die weitere Einlagerung von Atommüll in das Zwischenlager Gorleben genehmigte.“ Nach einer Greenpeace-Analyse wird der Strahlengrenzwert am Zwischenlager bis Jahresende überschritten.

Zum Bild:

(re) Informationen zu den Gästen aus Fukushima liefert ein Bericht von Greenpeace.

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