Gefahr für Klima und Arbeit

Dez 8th, 2009 | By | Category: Atomkraft

Großdemonstration gegen Atomkraft in Berlin am 5. September 2009 (Foto: Stefan Diefenbach-Trommer / .ausgestrahlt)

Großdemonstration gegen Atomkraft in Berlin am 5. September 2009 (Foto: Stefan Diefenbach-Trommer / .ausgestrahlt)

Gefahr für Klima und Arbeit

Berlin. Die Aufhebung des Atomausstiegs würde die zum Klimaschutz dringend not­wendige Energiewende stoppen und somit tausende Arbeitsplätze gefährden.

Mit der neuen Mehrheit im Deutschen Bundestag ist eine Bundesregie­rung ins Amt gekommen, die den 1999 beschlossenen Ausstieg aus der Atomkraftnutzung wieder Rückgängig machen will. Das würde nicht nur den Betrieb der gefährlichen Atomkraft­werke verlängern und weiteren Atommüll produzieren. Auch der Umbau der Energie­versorgung in Deutschland würde damit behindert, da die atomaren Großkraft­werke ein anderes Versorgungsnetz brauchen als die dezentralen Anlagen zur erneuerbaren Energiegewinnung. Das würde die selbstge­setzten deutschen Klimaschutz­-Ziele ad absur­dum führen und viele Arbeits­plätze in den aufstrebenden Betrieben für erneuerbare Energien gefährden. Die für den Export wichtige ohnehin schon gefährdete tech­nologische Führung in diesem Bereich würde damit verloren gehen.

Ignorieren des Willens der Mehrheit

Der Ausstieg aus dem Ausstieg wäre zudem ein Ignorieren des Willens einer Mehr­heit der Deutschen, die einen endgültigen Ausstieg aus der Atomenergienut­zung befürwortet. Dies zeigen eine aktuelle Umfrage von Greenpeace und die Groß­demonstration der für den Atomausstieg vom 5. September in Berlin mit ca. 50.000 Menschen.

Offener Brief an die neue Koalition

Campact, ein Netzwerk aus mittlerweile knapp 150.000 Menschen, hat zusammen mit dem BUND, dem IPPNW, der Naturfreundejugend und .ausgestrahlt einen offenen Brief (http://www.campact.de/atom2/sn6/signer) formuliert. In dem Brief werden die Parteichefs der drei künftigen Regierungsparteien aufge­fordert, am Atomausstieg festzu­halten. Die Initiatoren des offenen Briefes sagen: „Unterzeichnen Sie unseren offenen Brief an Angela Merkel, Horst Seehofer und Guido Westerwelle! Den Brief und die Zahl der Unterzeichner/innen wollen wir zu Beginn der Koalitionsverhandlungen in möglichst vielen Tageszeitungen als Anzeige veröffentlichen. Der Brief mit mehr als 100.000 (exakt 101.237) Unterschriften wurde Mitte Oktober öffentlichkeitswirksam in Berlin an die heutigen Koalitionäre übergeben übergeben.

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