Energiewende: Vizekanzler antwortet dem Kampagnennetzwerk auf Facebook / Campact hält Kritik aufrecht

Jan 28th, 2014 | By | Category: Aktuell, Atomkraft, Energie, Klima, Menschen- u. Bürgerrechte, Ostfalen, Politik und Gesellschaft, Presse-Mitteilungen, Wirtschaft

Energiewende: Gabriel reagiert auf Campact-Appell

Vizekanzler antwortet dem Kampagnennetzwerk auf Facebook / Campact hält Kritik aufrecht

Campact-Pressemitteilung vom 28. Januar 2013

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Verlinkt zur Online-Aktion von campact (Bild: Campact)

Berlin, 28.01.2014. (campact) Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) hat auf seiner Facebook-Seite auf den Online-Appell „Energiewende nicht absägen“ des Kampagnennetzwerkes Campact geantwortet. Über 126.000 Menschen haben den Appell bereits seit letzter Woche unterzeichnet. „Ich habe in der Vergangenheit hier auf Facebook mehrfach Campact-Aktionen unterstützt. Diesmal tue ich das nicht“, schrieb Gabriel. „Wir wollen die Energiewende nicht abwürgen, sondern ihr im Gegenteil neuen Schub geben.“

„Der Energiewende neuen Schub geben klingt gut, aber die Fakten sehen leider anders aus“, schreibt Christoph Bautz, Geschäftsführer von Campact in seiner Antwort. „Herr Gabriel, Ihre Reformvorschläge machen den Ausbau der Erneuerbaren teurer – und verhindern, dass Erneuerbare weiter in Hand der Bürger ausgebaut werden.“ Gabriels Reform biete zudem „keine effektive Handhabe gegen steigende Emissionen durch Kohlemeiler, während flexible Gaskraftwerke stillgelegt werden.“

Bautz bat Gabriel, die über 126.000 Unterschriften persönlich entgegen zu nehmen. Gerne sei man auch zu einem Gespräch bereit.Vor Jahren, als Gabriel Umweltminister war, hatte sich Bautz schon einmal mit Gabriel zu einem Gespräch getroffen. Gemeinsam mit dem damaligen Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe (DUH), Rainer Baake, übergab er Gabriel 30.000 Unterschriften mit der Forderung nach gesetzlich verbindlichen Mindestwirkungsgraden für Kohlekraftwerke. Ein Ansatz, den Gabriel damals sehr interessant fand. Baake ist mittlerweile Gabriels Staatsekretär.

Weitere Informationen

Sigmar Gabriels Antwort auf den Campact-Appell und die Antwort von Christoph Bautz finden Sie hier:

http://blog.campact.de/2014/01/sigmar-gabriel-fuehlt-sich-falsch-verstanden/

Online-Appell „Energiewende nicht absägen“: https://www.campact.de/energiewende/appell-2014/teilnehmen/

One comment
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  1. Herr Gabriel, wenn Sie wirklich an einer Entlastung der Stromverbraucher interessiert sind, ändern Sie den Wälzungsmechanismus. Beenden sie endlich die verpflichtende Vermarktung von Erneuerbaren Energien, die per se keine Brennstoff- und CO2-Kosten haben an der zu EE naturgemäß systeminkompatiblen Strombörse, die sich ausschließlich an Brennstoffkosten und CO2-Kosten orientiert. DAS ist der Grund der EEG-Umlagenexplosion. Diese hat die EEG-Umlage seit 2009 verfünffacht, während sich die Vergütungsauszahlungen an die von Ihnen so bekriegten Anlagenbetreiber in der gleichen Zeit trotz starken Zubaus nicht einmal verdoppelt haben.
    Ihnen sollten diese Zusammenhänge bekannt sein, denn Sie waren als dieser Aufblähungs-Irrsinn des EEG-Paradoxons in Form der Ausgleichsmechanismusverordnung im Juli 2009 beschlossen wurde, der zuständige Bundesumweltminister der damaligen großen Koalition. Also beenden Sie diese Missverhältnisse und übernehmen den Vorschlag vom 06. Juni 2013 Ihres SPD MdB Kollegen Ullrich Kelber. Erneuerbare Energien raus aus der Strombörse! Wälzungsmechanismus ändern!

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