Die Revitalisierung militärisch geprägter Außenpolitik

Jan 24th, 2012 | By | Category: Menschen- u. Bürgerrechte, Militär, Politik und Gesellschaft, Wirtschaft

Die Revitalisierung militärisch geprägter Außenpolitik

Hinweis auf einen lesenswerten Beitrag auf den NachDenkSeiten

Von NATO-Bomben zerstörtes Auto in Belgrad 1999 (Foto: Snake bgd, Wikimedia Commons, Lizenz: gemeinfrei)

Wolfenbüttel, 24.01.2012. (re) Aufmerksame Beobachterinnen und Beobachter sehen das schon seit vielen Jahren: die „schleichende“ Rückkehr der deutschen Außenpolitik zu einer im Zweifel auch militärisch geprägten Außenpolitik. Eine kritische und sorgenvolle Betrachtung dieser Entwicklung wurde auch im Ostfalen-Spiegel bereits mehrfach vorgenommen. Der Rücktritt des damaligen Bundespräsidenten Köhler, der letztlich dieser Entwicklung weiter Vorschub geleistet hat (denn der Rücktritt hat von der gerade entfachten Diskussion sofort wieder abgelenkt), war ein Anlass hierfür. Und einige Hinweise auf der Internetseite das dossier initiierten Anfang Dezember den Denkanstoß Der Marsch in die Vergangenheit.

der Einsatz von bewaffneten Kräften muss immer die Ultima Ratio bleiben!

Nun mag es Konflikte in der Welt geben, die sich nur noch militärisch lösen lassen. Und auch mag es dann Situationen geben, in denen sich ein Staat wie die Bundesrepublik Deutschland da nicht heraushalten kann. Aber der Einsatz von bewaffneten Kräften muss immer die Ultima Ratio bleiben! Das ist ein Gebot der Menschlichkeit. Echte Friedenspolitik muss vor allem anderen konsequent in allen Bereichen sein. Das fordert den Einsatz für echte Verhandlungen ebenso wie eine faire Außenwirtschafts- und Entwicklungspolitik – frei von Rüstungsexporten. Denn in jedem Krieg leiden und sterben immer und vor allem Menschen!

Interessanter Bericht auf den NachDenkSeiten

Deutschland hatte sich nach den bitteren Erfahrungen des Zweiten Weltkrieges selbst verpflichtet: Nie wieder Krieg! Doch damit war bald nach dem Mauerfall Schluss. Und heute kann von Landesverteidigung nur noch schwer geredet werden – zumal allem Anschein nach nicht mehr der Frieden und die Menschlichkeit das hohen Ziele sind, sondern die Wahrung wirtschaftlicher Interessen. Einen weiteren, wirklich interessanten und nachdenklich stimmenden Bericht aus der zugehörigen politischen Entwicklung der vergangenen Jahrzehnte lieferte nun vor wenigen Tagen Albrecht Müller, Herausgeber der NachDenkSeiten und vormals Bundestagsabgeordneter und enger Mitarbeiter der Bundeskanzler Willy Brandt und Helmut Schmidt.

 

Kommentar hinterlassen