Campact: „Seehofer sabotiert die Energiewende“

Mrz 1st, 2014 | By | Category: Aktuell, Energie, Klima, Menschen- u. Bürgerrechte, Politik und Gesellschaft, Presse-Mitteilungen, Wirtschaft

Protest gegen Seehofers Energiepolitik vor CSU-Kommunalkongress

Seehofer-Puppe kämpft gegen Windrad und Strommast

Campact-Pressemitteilung vom 28. Februar 2014

„Seehofer sabotiert die Energiewende“

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Campact-Aktion in Schwabach (Foto: Patrik G. Stösser, Campact e. V.); verlinkt zu Foto und Beitrag auf www.presseportal.de

Schwabach, 28.02.2014. (campact) Vor dem Kommunalkongress der CSU-Landtagsfraktion haben über 100 Bürger gegen die Energiepolitik von Ministerpräsident Horst Seehofer protestiert. Auf Schildern und mit Sprechchören forderten sie „Mehr Wind für Bayern“. Eine Person mit einer Großmaske von Seehofer „kämpfte“ mit einem Schwert und einem Schild mit der Aufschrift „Ich kämpfe gegen alles“ gegen ein Windrad und einen Strommast. Zu der Protestaktion hatte das Kampagnennetzwerk Campact gestern Campact-Aktive aus der Region um Schwabach per Email aufgerufen.

„Seehofer sabotiert de Energiewende, in dem er mit überzogenen Abstandsregeln den dezentralen Ausbau der Windkraft in Bayern verhindert und gleichzeitig auch gegen den Netzausbau kämpft“, sagte Oliver Moldenhauer von Campact. „Wer weniger Stromtrassen will, muss für mehr Sonnen- und Windenergie vor Ort sorgen.“ Mit seinem „Gegen-Alles-Kur“ gefährde Seehofer auch den Atomausstieg, den vier der neun noch laufenden Atomkraftwerke stünden in Bayern. „Seehofer sollte auf die Bevölkerung hören: 76 Prozent der Bayern wollen dass die Windkraft in Bayern ausgebaut wird. Und 59 Prozent befürworten neue Stromtrassen, wenn damit Windstrom nach Bayern geleitet wird und nicht Kohlestrom“, sagte Moldenhauer. Dies hat eine repräsentative TNS Emnid-Umfrage im Auftrag von Campact ergeben.

Moldenhauer versuchte erneut vergeblich, die mehr als 215.000 Unterschriften unter dem Online-Appell „Energiewende nicht absägen“ Seehofer zu übergeben. „Während beispielsweise die Ministerpräsidenten von Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Baden-Württemberg die Unterschriften persönlich entgegen nehmen wollen, weigert sich Seehofer bislang“, sagte Moldenhauer. Aber Campact werde nicht locker lassen und immer wieder bei Seehofer-Veranstaltungen auftauchen, bis auch der bayrische Ministerpräsident die Meinung der Bürger zur Kenntnis nehme.

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