Campact: Schon über 100.000 Menschen appellieren an Hannelore Kraft, nicht die Interessen der Kohlelobby zu vertreten

Nov 4th, 2013 | By | Category: Aktuell, Energie, Klima, Menschen- u. Bürgerrechte, Naturschutz, Politik und Gesellschaft, Presse-Mitteilungen, Wirtschaft

„Frau Kraft, beschmutzen Sie Ihre weiße Weste nicht!“

Bürgerproteste bei Koalitionsverhandlungen über Energiepolitik

Campact-Pressemitteilung vom 4. November 2013

Schon über 100.000 Menschen appellieren an Hannelore Kraft, nicht die Interessen der Kohlelobby zu vertreten

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Verlinkt zur Online-Unterschriften-Aktion (Bild: Campact)

Berlin, 04.11.2013. (campact) Vor dem Treffen der Energie-Arbeitsgruppe bei den Koalitionsgesprächen forderten Bürger Hannelore Kraft als Verhandlungsführerin der SPD auf, keine Wende zurück zur Kohle einzuleiten. Eine Kraft-Darstellerin beschmutzte sich ihre „weiße Weste“ mit Kohlenbriketts, die ihr von einem „Kohlelobbyist“ überreicht wurden. Anschließend bereiteten die Bürger den eintreffenden Verhandlungsteilnehmern mit einem „Kohle-Alarm“ einen lautstarken Empfang. Auf Plakaten forderten sie „Kohle-Kraft stoppen!“ und „Energiewende nicht ausbremsen!“. Organisiert wurde die Aktion vom Kampagnen-Netzwerk Campact.

„Frau Kraft darf sich ihre weiße Weste nicht mit Kohle beschmutzen, in dem sie Klientelpolitik für die Kohlelobby macht und die Energiewende ausbremst. Die SPD hat über Jahrzehnte die Energiewende als den Jobmotor schlechthin begriffen. Jetzt darf Frau Kraft die Positionen der SPD nicht verraten“, sagte Christoph Bautz von Campact. „Auf ein verbindliches Klimaschutzgesetz verzichten, energieintensive Betriebe weiter exzessiv von der EEG-Umlage befreien, mit Kapazitätsmärkten neue Subventionen für Kohlekraft entstehen lassen – die Signale aus der Energie-Arbeitsgruppe sind alarmierend. Doch der SPD muss klar sein: Wer rückwärtsgewandte Kohlepolitik betreibt, wird breiten Bürgerprotest ernten.“

Innerhalb einer Woche haben bereits über 100.000 Menschen einen Online-Appell an Hannelore Kraft unterzeichnet. Darin wird sie aufgefordert, nicht die Interessen der Kohlelobby zu vertreten, sondern für eine zukunftsfähige Energiepolitik einzustehen. Der Appell wurde am Montag in mehreren überregionalen Tageszeitungen als Anzeige veröffentlicht. (https://www.campact.de/energiewende/appell/teilnehmen/)

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