Campact: „Besser Praxisgebühr abschaffen als KV-Beiträge senken“

Okt 26th, 2012 | By | Category: Aktuell, Gesundheit, Menschen- u. Bürgerrechte, Politik und Gesellschaft, Presse-Mitteilungen, Wirtschaft

„Besser Praxisgebühr abschaffen als KV-Beiträge senken“

Gemeinsamer Online-Appell von Verbraucherzentrale und Campact / Über 65.000 Unterschriften in 48 Stunden

Gemeinsame Pressemitteilung des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv) und Campact vom 26. Oktober 2012

Berlin, 26.10.2012. (campcat) Bereits über 60.000 Menschen haben innerhalb von rund 48 Stunden im Internet einen Appell für die Abschaffung der Praxisgebühr unterzeichnet: https://www.campact.de/praxisgebuehr/appell/teilnehmen/

Ärzte sollen sich lieber mit den Patienten statt mit einer bürokratischen Praxisgebühr beschäftigen

Im gemeinsamen Online-Appell an Bundeskanzlerin Angela Merkel und CSU-Chef Horst Seehofer heißt es, der Überschuss der gesetzlichen Krankenkassen von mittlerweile 21 Milliarden Euro schaffe den Spielraum, die Praxisgebühr endlich abzuschaffen. Der Online-Appell wurde vom Kampagnennetzwerk Campact initiiert und wird vom Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) unterstützt.

„Ärzte sollen sich lieber mit den Patienten statt mit einer bürokratischen Praxisgebühr beschäftigen. Sie verhindert keine unnötigen Arztbesuche und ist eine Hürde für Kranke mit geringem Einkommen“, sagte Gerd Billen, Vorstand des vzbv. „Die Abschaffung der Praxisgebühr kommt Verbrauchern direkt zugute. Sie sehen dann auch klarer, wie viel sie unterm Strich für ihre Krankenversicherung zahlen.“

Eine allgemeine Senkung der Krankenkassenbeiträge, wie sie derzeit diskutiert wird, wäre dagegen der falsche Weg

„Eine allgemeine Senkung der Krankenkassenbeiträge, wie sie derzeit diskutiert wird, wäre dagegen der falsche Weg. Denn die Situation derer, die jeden Cent zweimal umdrehen müssen und deshalb nicht oder zu spät zum Arzt gehen, verbessert sich dadurch um keinen Deut“, sagte Annette Sawatzki von Campact.„Eine allgemeine Beitragssenkung entlastet Menschen mit höherem Einkommen ungleich stärker als Geringverdiener oder die Bezieherinnen von Arbeitslosengeld II.“

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