BUND u. Campact: Protest mit „Kohlosaurus“ bei SPD-Bundesparteitag

Nov 14th, 2013 | By | Category: Aktuell, Energie, Klima, Menschen- u. Bürgerrechte, Politik und Gesellschaft, Presse-Mitteilungen, Wirtschaft

Protest mit „Kohlosaurus“ bei SPD-Bundesparteitag

BUND und Campact kritisieren bisherige Koalitionsvereinbarungen zu Klimaschutz und Energiewende

Gemeinsame Presseerklärung von BUND und Campact vom 14. November 2013

Appell an Delegierte: „Lasst Eure Energiewende nicht verkohlen“

energiewende_05Leipzig, 14.11.2013. (bund / campact) Mit einer fünf Meter hohen Dinosaurierpuppe, dem Kohlosaurus, haben der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und das Kampagnennetzwerk Campact vor Beginn des SPD-Parteitages gegen die bisherigen Koalitionsvereinbarungen zu Klimaschutz und Energiewende protestiert. Auf einem der SPD-Wahlwerbung nachempfundenen Transparent war zu lesen: Wer entscheidet? WIR oder die Kohle-Lobby?“. Aktive des BUND und von Campact verteilten Flugblätter an die Parteitags-Delegierten und forderten sie auf, sich ihre Energiewende nicht „verkohlen“ zu lassen.

„Die SPD hat die Energiewende mit angestoßen, jetzt darf sie ihre eigenen Erfolge nicht der Kohlelobby opfern“, sagte Christoph Bautz von Campact. „Statt neuer Subventionen für Kohlekraftwerke müssen die Erneuerbaren Energien konsequent weiter ausgebaut werden. Kohlekraftwerke sind nicht nur Klimakiller, sie sind auch viel zu unflexibel, um die wetterbedingten Schwankungen von Wind- und Sonnenenergie ausgleichen zu können.“

„Die SPD hatte den Klimaschutz ganz oben auf die Agenda gesetzt, in den Entwürfen des Koalitionsvertrags sieht man davon bisher sehr wenig: kein Ehrgeiz bei den Klimazielen, kein Klimaschutzgesetz, keine Reform des Emissionshandels“ kritisierte Thorben Becker vom BUND. „Es droht ein Stopp für die Windkraft in Süddeutschland, aber Kohlekraftwerke sollen noch lange am Netz bleiben können, So kann die Energiewende nicht funktionieren. Die Bürger haben es satt, die Stromfresser der Industrie über ihre Stromrechnung mit inzwischen 7 Milliarden Euro im Jahr zu subventionieren. Von der SPD wird eine deutlich gerechtere Lastenverteilung erwartet.“

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