BUND fordert mehr Schutz vor elektromagnetischer Strahlung

Nov 20th, 2012 | By | Category: Aktuell, Allgemein und Übergreifend, Energie, Gesundheit, Klima, Politik und Gesellschaft, Presse-Mitteilungen, Wirtschaft

BUND fordert mehr Schutz vor elektromagnetischer Strahlung bei Mobilfunk und Hochspannungsleitungen

BUND-Pressemitteilung vom 20. November 2012

Bonn / Berlin, 20.11.2012. (bund) Anlässlich der morgen in Bonn stattfindenden Verbändeanhörung zum Entwurf der Verordnung zur Änderung der Vorschriften über elektromagnetische Felder (26. BImSchV) weist der BUND darauf hin, dass es große Defizite gebe beim Schutz vor elektromagnetischer Strahlung durch mobile Funktechniken bzw. Hochspannungsleitungen.

Langzeitwirkungen wie z. B. Krebs oder andere Erkrankungen sind nicht auszuschließen

„Den aktuellen Erkenntnissen über Risiken und Gefahren von elektromagnetischer Strahlung muss endlich Rechnung getragen werden. Langzeitwirkungen wie z. B. Krebs oder andere Erkrankungen sind nicht auszuschließen. Deshalb müssen wirksame Schutz- und Vorsorgeregelungen erlassen werden. Die Politik muss mit entsprechenden Entscheidungen dazu beitragen, Innovationen für qualitativ hochwertige, umwelt- und gesundheitsverträgliche Produkte zu fördern, die für den Standort Deutschland von entscheidender und zukunftsweisender Bedeutung sind“, sagte Wilfried Kühling, Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats des BUND und Mobilfunkexperte.

Die Chance für ein vorsorgeorientiertes Handeln darf nicht erneut vertan werden

Die Chance für ein vorsorgeorientiertes Handeln, insbesondere im Hinblick auf empfindliche Personengruppen wie Kinder, dürfe nicht erneut vertan werden. Es sei nicht hinnehmbar, dass es beim Mobilfunk und bei hochfrequenter Strahlung keine Vorsorge gebe. „Wie will die Politik diesen Erfordernissen Rechnung tragen, wenn sie es weiter als normal ansieht, dass die Exposition durch elektrische, magnetische und elektromagnetische Felder durch die Nutzung moderner Technologien, und dies auch in den Wohnungen, seit Jahren zunimmt. Es ist an der Zeit, dass Anforderungen festgelegt werden, die dem ungehemmten Ausbau und der dementsprechend zwangsläufig weiter ansteigenden Exposition entgegenwirken“, sagte Kühling.

Es darf nicht mit zweierlei Maß gemessen werden

Nicht hinnehmbar sei auch, dass Betroffene beim Ausbau von Stromleitungen künftig in zwei Klassen eingeteilt werden sollten: Jene, die bei bestehenden Trassen höheren Belastungen und jene, die bei neuen Trassen geringeren Belastungen ausgesetzt sein dürfen. Kühling: „Es darf nicht mit zweierlei Maß gemessen werden. Bei bestehenden Trassen müssen deshalb die Vorsorgeregelungen an das Schutzniveau für neue Trassen angepasst werden.“

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