Amnesty International: Hinrichtung von Troy Davis verhindern!

Sep 20th, 2011 | By | Category: Menschen- u. Bürgerrechte, Politik und Gesellschaft

Hinrichtung von Troy Davis verhindern!

Online-Petition von Amnesty International

Berlin, 20.09.2011.(re) Am 21. September 2011 soll im US-Bundesstatt Georgia Troy Davis trotz Zweifel an seiner Schuld hingerichtet werden. Amnesty International ruft möglichst viele Menschen dazu auf, sich mit der Unterzeichnung einer Online-Petition gegen die Hinrichtung von Troy Davis einzusetzen.

Auf der dafür eingerichteten Internetseite kann die Petition gezeichnet werden.

Amnesty International schreibt (Zitat):

Hinrichtung von Troy Davis verhindern!

Tory Davis (Foto: Amnesty International, © Georgia department of corrections - alle Rechte vorbehalten)

Troy Davis soll am 21. September im US-Bundesstaat Georgia hingerichtet werden. Am 6. September unterzeichnete ein Richter den dazugehörigen Hinrichtungsbefehl. Am 20. September lehnte der Begnadigungsausschuss ein Gnadengesuch für Troy Davis ab.

Wir fordern den Begnadigungsausschuss auf, seine Entscheidung nochmals zu überdenken. Sonst kann nur noch der Bezirksstaatsanwalt von Chatham County (Savannah) die Hinrichtung verhindern indem er sich selbst für eine Begnadigung ausspricht.

Es bleibt wenig Zeit. Daher starten wir eine Eilaktion und schicken 1.000 Faxe an den Bezirksstaatsanwalt Larry Chisolm. Nutzen Sie jetzt das Amnesty Fax-Tool und senden Sie Larry Chisolm eine Nachricht. Wenn 1.000 Faxe verschickt sind, werden wir die Unterschriften der weiteren TeilnehmerInnen in einer Petitionsliste sammeln und am Mittwoch per Fax an den Bezirksstaatsanwalt schicken.

Dreimal sollte Troy Anthony Davis schon sterben. Jedes Mal wurde seine Hinrichtung im letzten Moment aufgeschoben. Seit 20 Jahren sitzt der US-Amerikaner in einer Todeszelle im Bundesstaat Georgia und wartet auf die Vollstreckung seines Todesurteils für einen Mord, den er bis heute bestreitet.

Trotz fehlender Beweise war Davis im August 1991 schuldig gesprochen worden, den Polizisten Mark Allen McPhail ermordet zu haben. Augenzeugen wollen die Tat beobachtet haben. Im Prozess belasteten diese Aussagen den damals 22-Jährigen so schwer, dass er zum Tode verurteilt wurde. Mittlerweile haben sieben der neun ursprünglichen Zeugen ihre Aussagen widerrufen. Eine Tatwaffe oder DNA-Spuren, die auf ihn als Täter hingedeutet hätten, wurden nie gefunden.

Kein Justizwesen der Welt ist frei von menschlichen Fehlern und Vorurteilen. Seit der Wiedereinführung der Todesstrafe 1976 wurden in den USA über 138 Menschen aus dem Todestrakt freigesprochen und in die Freiheit entlassen.

Füllen Sie jetzt das Formular auf der rechten Seite aus und senden Sie einen Appell an den Bezirksstaatsanwalt .

Anm. d. Red.: Gemeint ist die rechte Seite auf der Internetseite von Amnesty International!

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