52.545 km sind genug – Kein weiterer Fernstraßenneubau in Deutschland

Mrz 13th, 2013 | By | Category: Aktuell, Menschen- u. Bürgerrechte, Naturschutz, Politik und Gesellschaft, Verkehr, Wirtschaft

52.545 km sind genug – Kein weiterer Fernstraßenneubau in Deutschland

Aktion des Netzwerkes Solidarische Mobilität vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig

Pressemitteilung des Netzwerkes Solidarische Mobilität vom 13. März 2013

Leipzig / Hamburg, 13.03.2013. (robin) Die heutige Verhandlung vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig über einen Bauabschnitt der Autobahn 44 nutzte das Netzwerk „Solidarische Mobilität“ für eine Aktion: AktivistInnen verschiedener Bürgerinitiativen aus ganz Deutschland gegen Fernstraßenbau demonstrierten am Vormittag mit Transparenten vor dem Gericht für den Stopp weiterer Fernstraßenprojekte in Deutschland. Zu lesen war beispielsweise „Zukunftsplan statt Autobahn“ und „52.545 km sind genug – Kein weiterer Fernstraßenneubau“.

eines der dichtesten Netze weltweit

Deutschland hat mit rund 52.500 Kilometer Fernstraßen – davon 12.845 Kilometer Autobahnen – eines der dichtesten Netze weltweit. 94 Prozent der in Deutschland lebenden Menschen erreichen die nächste Auffahrt innerhalb einer halben Autostunde, so eine aktuelle Studie aus dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung.

Dennoch werden auch im Bundesverkehrswegeplan 2015, der zurzeit aufgestellt wird, wieder unzählige überflüssige Autobahn-Projekte stehen. Dazu zählt auch die trotz rückläufigen Verkehrs vorangetriebene A44 von Kassel nach Eisenach, für die wertvolle Naturschutzgebiete zerstört werden sollen – darunter auch das Streifgebiet von Wildkatze und Luchs.

klare Klimaschutz- und Umweltziele in den nächsten Bundesverkehrswegeplan aufnehmen

„Das Netzwerk ‚Solidarische Mobilität’ fordert Verkehrsminister Ramsauer auf, das Zubetonieren der Landschaft zu stoppen und klare Klimaschutz- und Umweltziele in den nächsten Bundesverkehrswegeplan aufzunehmen“, so Klaus Schotte von ROBIN WOOD. „Außerdem fordern wir eine frühzeitige und echte Bürgerbeteiligung. Damit ließen sich langwierige gerichtliche Auseinandersetzungen über Autobahnteilabschnitte deutlich reduzieren.“

Wolfram Günther, Sprecher des „Bundesnetzwerks Verkehr mit Sinn“: „Die Bevölkerung in Deutschland schrumpft. Immer mehr Menschen verzichten auf´s eigene Auto. Die Menschen leiden unter dem Verkehrslärm. Überall fehlt das Geld. Doch die Antwort der Bundesregierung darauf ist: Straßen bauen. Das lassen wir Bürger uns nicht mehr gefallen!“
Das „Netzwerk Solidarische Mobilität“ ist ein bundesweites Bündnis von Aktiven aus Umwelt-, Verkehrs- und Sozialverbänden, Gewerkschaften, Bürgerinitiativen, Parteien, der Wissenschaft und anderen Organisationen wie Attac, Allgemeiner Behindertenverband Deutschlands, Bahn für alle, BUND, Bundesnetzwerk Verkehr mit Sinn, CARambolagen, EURIST, EVG, Germanwatch, Greenpeace, Grüne Liga, Robin Wood, UMKEHR, VCD, Bündnis 90/Die Grünen, DIE LINKE.

Mehr Informationen zum Netzwerk Solidarische Mobilität und zum ROBIN WOOD-Protest gegen die A44.

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